Der Ort — Prenzlauer Allee, Ecke Fröbelstraße

Bezirksamt Pankow, Ansicht aus Richtung Prenzlauer Allee

Bezirksamt Pankow, Ansicht aus Richtung Prenzlauer Allee
Foto: André Noeske

Dieser mittlerweile historische, aber auch nach wie vor verwaltungstechnisch genutzte Ort hatte sich in der Vergangenheit den wandelnden politischen Herrschaftsverhältnissen anzupassen:

Zwischen 1886 und 1889 ließ die sich zur industriellen Metropole wandelnde Reichshauptstadt Berlin dieses ehemals vor den Stadtmauern gelegene Areal städtebaulich erschließen und beauftragte den Stadtbaurat Herrmann Blankenstein mit der Errichtung eines Hospital- und Siechenhauses. Nachdem 1934 das Hospital geschlossen und seine Bewohner nach Buch verlegt wurden, zog das nationalsozialistische Bezirksamt in die Gebäude.

Bereits im Mai 1945 beanspruchte die sowjetische Besatzungsmacht einen Teil des Geländes. Potenzielle politische Gegner wurden im Keller von Haus 3 durch den sowjetischen Geheimdienst NKWD verhört und inhaftiert. 1950 übernahm die Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS) mehrere Gebäude und nutzte bis 1956 den Keller in Haus 3 als Haftstätte.

Nach dem Umzug des MfS 1985 in einen Neubau nach Lichtenberg wurden diese Gebäude dem Rat des Stadtbezirkes Berlin-Prenzlauer Berg übergeben, der nur durch eine Mauer getrennt, seit 1949 auf dem Gelände ansässig war.

 

 

 

 

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Bezirksamt PankowFoto: Bezirksamt Pankow

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Bezirksamt Pankow Foto: BBGW e.V.

Haus 6, Bezirksamt PankowHaus 6, Bezirksamt Pankow
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