Gewerbeentwicklung in der Nachbarschaft 1943 – 1989
Kaufhaus „Epa-Einheitspreis A.G.“ mit Außenwerbung,
Prenzlauer Allee 181 / Ecke Ahlbecker Straße 22,
Anfang der 1930er Jahre.
Quelle: Landesarchiv Berlin
Vis á vis des Bezirksamtsgeländes, in der Prenzlauer Allee 180 bis 195a, lagen und liegen eine Vielzahl Geschäfte. Die administrativen Eingriffe und Enteignungen ab 1949 konzentrierten sich auf die Läden zur Versorgung mit „Waren des täglichen Bedarfs“ sowie mit Konsumgütern.
Dadurch entwickelte sich bis 1989 in diesem Abschnitt die Prenzlauer Allee von einem vielfältigen Gewerbespektrum zu einer einfacheren, staatlich dominierten Struktur. Die typischen Ansiedlungen z.B. von Zigarrenläden und Schneidereien verschwanden völlig aus dem Straßenbild, die Zahl der Gastwirtschaften und Arztpraxen wurde deutlich reduziert.
Angesichts mangelnder Quellen lassen sich keine abschließenden Aussagen über den konkreten Verlauf der Entprivatisierung treffen und darüber, inwieweit die dargestellten Phasen in diesem Quartier mit der Entwicklung in Ost-Berlin korrespondierten.


Blick auf die Geschäfte in der
Prenzlauer Allee 181 bis 182, 1987.