Der „Runde Tisch“
im Rat des Stadtbezirks Prenzlauer Berg
1989 – 1990
In Haus 6, in der ersten Etage, tagte der „Runde Tisch“ Prenzlauer Berg bis zum
2. Mai 1990 insgesamt zwölf mal.
Quelle : Berlinische Galerie
Am 21. Dezember 1989 konstituierte sich der „Runde Tisch“ in Prenzlauer Berg. An ihm nahmen Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche und Mitglieder von langjährig etablierten wie gerade erst neu gebildeten Parteien, Organisationen und Bürgerinitiativen teil.
Die insgesamt zwölf Beratungen, in denen kommunale Belange der Bürger des Prenzlauer Berges in der Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs aufgegriffen, verhandelt und einer Entscheidung zugeführt wurden, leitete und moderierte Pfarrer Hans-Dieter Winkler von der Zachäus Kirchengemeinde.
Zu den wichtigsten Problemfeldern, mit denen sich der „Runde Tisch“ auf Initiative bzw. Antrag der Teilnehmer befaßte, zählten Fragen zur Wohnungswirtschaft, zur Gewerberaumvergabe, zur Kinder- und Altenbetreuung, zur Gesundheitsversorgung und zur Umweltsituation. Die Delegierten forderten die Aufdeckung des Wirkens der Staatssicherheit im Stadtbezirk und bildeten Arbeitsgruppen, die sowohl den brutalen Polizeieinsatz am 7. und 8. Oktober 1989 als auch die Manipulation der Wahlen im Mai 1989 untersuchten.



