Das Ministerium für Staatssicherheit II
Die "Bezirksverwaltung Berlin" 1976 – 1985
Im Jahr 1976 wurde die Berliner MfS-Verwaltung in „Bezirksverwaltung Berlin“ umbenannt. Zu dieser Zeit hatte Wolfgang Schwanitz bereits die Leitung inne.
Nach dem Ende der DDR betonte er, dass die Bezirksverwaltung nur die „staatliche Sicherheit in der Hauptstadt zu verantworten hatte“. Arbeitsteilig mit der MfS-Zentrale in Lichtenberg hatten nämlich die Aufgaben verschiedene Diensteinheiten zu erfüllen. Hierzu zählten unter anderem die Überwachung von Ministerien, Verlagen, Künstlerverbänden sowie von kirchlichen und oppositionellen Aktivitäten. Schwanitz erhielt seine Anweisungen sowohl von Minister Mielke persönlich, als auch vom 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Berlin.
Erich Mielke wird auf dem Gelände der „Bezirksverwaltung Berlin“ begrüßt,
14. Dezember 1983.
Quelle: BStU
Der Leiter der „Bezirksverwaltung Berlin“ (BV) war gleichzeitig Mitglied der SED-Bezirksleitung Berlin und des MfS-Führungsorgans „Kollegium“. An der SED-Delegiertenkonferenz der BV-Mitarbeiter am 14. Dezember 1983 in Haus 5 nahmen der 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Berlin Konrad Naumann (1929 - 1992) und Minister Erich Mielke teil. Beide waren Mitglied des Politbüros, dem höchsten SED-Parteigremium.

Wolfgang Schwanitz, 1980er Jahre.
Oberst Hähnel, zweiter von links, entfernt an Haus 7 das Eingangsschild der
Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Berlin, 5. Oktober 1985.