Kalter Krieg
und die Durchsetzung der SED-Herrschaft
in Prenzlauer Berg 1946 – 1949

Die Berliner Blockade und die Spaltung des Stadtparlaments 1948/49

Stadtteilbüro der SED in Prenzlauer Berg, 1947.
Quelle : Landesarchiv Berlin

1948 spitzte sich die Konfrontation zwischen der Sowjetunion und den Westalliierten weiter zu. Beide Seiten setzten nun auf die Gründung eigener Staaten in ihren Besatzungsgebieten. Im Juni 1948 erfolgte in den Westzonen die Währungsreform. In der SBZ führte die Sowjetunion ebenfalls eine neue Währung ein und sperrte mit der Berliner Blockade, die bis Mai 1949 dauerte, den Zugang nach West-Berlin.

Im Juli 1948 entließ der Berliner Magistrat den Polizeipräsidenten Markgraf, der die Verschleppung von über 5.400 Personen – meist in die Gefängnisse des sowjetischen Geheimdienstes NKWD – zu verantworten hatte. Daraufhin spalteten sich die Berliner Polizei und die gesamte Berliner Verwaltung. Mit Massendemonstrationen störte die SED wiederholt Sitzungen des Stadtparlaments, woraufhin alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, mit Ausnahme der SED-Fraktion, Anfang September 1948 in den britischen Sektor umzogen. Die Arbeit der Bezirksverwaltungen im Ostsektor kam zum Erliegen. Die Entlassung fast aller SPD-Angestellten in den Bezirken durch die SMAD markierte das Ende der Demokratie im Herbst 1948. Ein von der SED gelenkter "Demokratischer Block" übernahm im Januar 1949 die Verwaltungen Ost-Berlins.

 

 

 

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(BBGW) in Kooperation mit dem Museumsverbund Pankow.

Gefördert mit Mitteln der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.


Der Begleitband zur Ausstellung ist erschienen im Lukas Verlag; ISBN-10: 3-936872-98-8; 16,90 €.

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